Mann mit schwarzer Jacke und nachdenklichem Blick.
Fußball: Bundesliga, Borussia Dortmund - FSV Mainz 05, 16. Spieltag, Signal Iduna Park. Sebastian Kehl, Leiter Profiabteilung bei Borussia Dortmund. Foto: Bernd Thissen/dpa

Dortmund (dpa) – Der Dortmunder Sportdirektor Sebastian Kehl hat zum Ende der Winter-Transferfrist ein positives Fazit gezogen. «Mit der Bewertung sind wir insgesamt sehr zufrieden. Mit Jadon und Ian haben wir zwei tolle Spieler dazubekommen», sagte der 43-Jährige bei Sky vor dem Spiel des Bundesliga-Tabellenvierten am Freitag bei Aufsteiger 1. FC Heidenheim (20.30 Uhr/DAZN) mit Bezug auf die Verpflichtungen der Leihspieler Jadon Sancho (Manchester United) und Ian Maatsen (FC Chelsea).

Kehl bezeichnete es als unwahrscheinlich, dass Rückkehrer Sancho und Außenverteidiger Maatsen am Ende der Saison fest verpflichtet werden können: «Leider waren Kaufoptionen bei beiden Spielern nicht realistisch. Bei Ian haben wir uns zwar dafür stark gemacht, aber die Verhandlungsposition war am Ende nicht gegeben.»

Der Vertrag von Maatsen beim FC Chelsea enthält dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel über 35 bis 40 Millionen. Kehl ließ offen, ob sich der BVB trotz dieser hohen Summe im Sommer um einen Kauf des 21 Jahre alten Niederländern bemühen wird. «Das treibt mich aktuell nicht um. So etwas hat aber am Ende immer mit wirtschaftlichen Komponenten zu tun.» So wäre ein solcher Transfer ohne eine Qualifikation für die Champions League nicht zu stemmen.

Nach dem Ende der Transferperiode beginnt für Kehl der Aufbau einer Mannschaft für die kommende Saison. Das Auslaufen von insgesamt acht Verträgen in diesem Sommer erschwert diese Aufgabe. Dazu gehören auch die Arbeitspapiere der beiden Routiniers Marco Reus (34) und Mats Hummels (35). «Marco ist ein fantastischer Spieler für Borussia Dortmund – immer noch. Wir haben im letzten Jahr mit Marco verlängert, genauso wie mit Mats. Wir haben die Gespräche sehr vertrauensvoll geführt. Das werden wir nun wieder tun, uns zu gegebener Zeit in die Augen schauen und sehen, wie wir weiter machen können», sagte Kehl.