Bonn (dpa) – Dirk Reinartz gilt als einer der bedeutendsten deutschen Bildjournalisten – jetzt zeigt das LVR-Landesmuseum in Bonn die erste große Retrospektive zu seinem Werk. Unter dem Titel «Fotografieren, was ist» sind von diesem Donnerstag (16. Mai) bis zum 15. September 350 herausragende Arbeiten des Reportagefotografen aus teils noch unveröffentlichten Archivbeständen zu sehen.

Kennzeichnend für den gebürtigen Aachener Reinartz (1947-2004) war seine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte. Herausragend sind in diesem Zusammenhang ein Zyklus über Bismarck-Denkmäler und eine Serie über Konzentrationslager mit dem Titel «totenstill».

Reinartz sei stets auf der Suche nach Motiven gewesen, «in denen sich eine deutsche Identität zu erkennen gibt, mit all ihren Widersprüchen und historischen Verankerungen», schreiben die Kuratoren der Ausstellung. Sie sehen Reinartz in der ersten Reihe großer deutscher Reportage- und Dokumentarfotografen des 20. Jahrhunderts.