Rettungsschwimmer des DLRG holen zur Demonstration eine in Not geratene Schwimmerin aus dem Wasser. Foto: Roland Weihrauch/dpa

Minden/Petershagen (dpa/lnw) – Einen Deich sichern, Menschen unter erschwerten Bedingungen aus einem Hochwassergebiet retten und einen heiklen Tauchereinsatz im Hafenbecken absolvieren: Rund 300 Einsatzkräfte der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) haben am Freitag Katastrophenschutzübungen in mehreren Szenarien durchgeführt, die sich allesamt real ereignen könnten, wie der Sprecher des DLRG-Westfalen Carsten Picker berichtete. Die aufwendigen Übungen, die einmal im Jahr stattfinden, werden diesmal in Minden und im nahegelegenen Petershagen in NRW an der Grenze zu Niedersachsen abgehalten.

Vor dem Kraftwerk Heyden in Petershagen habe man einen 30 Meter langen Deich errichtet, der in der Übung vor drohender Überflutung gesichert werden soll, um Kraftwerk und Stromversorgung zu schützen, schilderte der Sprecher ein Szenario. Außerdem üben die Einsatzkräfte, wie sie etwa körperlich eingeschränkte Personen aus einem von Wassermassen eingeschlossenen Gebiet retten. Dabei gehe es auch um beatmungspflichtige Patienten oder um Menschen mit Gipsarm, die nicht aus eigener Kraft in ein Rettungsboot gelangen könnten.

Eine herausfordernde Übung unter anderem für DLRG-Taucher stellt den Angaben zufolge ein simulierter Unfall in einem Hafenbecken dar: Ein Frachtschiff hat einen Container mit einem Umweltgefahrenstoff verloren, eine Person ist darunter geraten. Es gelte nun, den Menschen zu retten und den ausgetretenen Stoff zu sichern, erläuterte DLRG-Sprecher Picker. Die Katastrophenschutzübungen sollten am Sonntag mit einer Abschlussbesprechung enden.