Während der Europameisterschaft verläuft ein Teppich durch die Innenstadt. Die Kunstrasen-Strecke beginnt an der Katharinentreppe am Hauptbahnhof und endet kurz vor dem Stadion. Der grüne Weg soll Besuchern des Turniers Orientierung bieten, ihnen die Stadt zeigen und den ÖPNV entlasten. Foto: David Inderlied/dpa

Dortmund (dpa/lnw) – Mehr als dreieinhalb Kilometer Kunstrasen: Die Stadt Dortmund rollt den Fußballfans zur Europameisterschaft den grünen Teppich aus. Der Oberbürgermeister der EM-Stadt im Ruhrgebiet, Thomas Westphal (SPD), hat am Montag die erste Rolle verlegt, wie die Stadt mitteilte. Der 1,33 Meter breite Teppichstreifen soll den Besuchern und Besucherinnen in der Stadt Orientierung geben. So verbindet er den Hauptbahnhof mit der Fanzone und diese mit dem Stadion sowie einer großen Public-Viewing-Leinwand im Westfalenpark. Der Teppich solle zeigen, dass die Wege in Dortmund kurz seien und so den öffentlichen Nahverkehr entlasten, hieß es weiter.

Bis zum 13. Juni, einem Tag vor Turnierbeginn, sollen mehr als 150 Rollen von 25 Metern verlegt sein. Befestigt wird der Belag mithilfe von Aluminiumschienen, Dübeln, Schrauben und Stahlnägeln. Das Material sei strapazierfähig und wetterbeständig – anders als der zur WM 2006 ausgelegte rote Sisalteppich. Dieser habe sich damals bei Nässe ausgedehnt und abgefärbt und sei wegen der roten Farbe als Radweg missverstanden worden. Daher sei dieses Mal die Wahl auf grünen Kunstrasen gefallen, teilte die Stadt mit.

Nach dem Turnier sollen Teile des Teppichs versteigert, weitere dem Recycling zugeführt werden.