Parfümerie Douglas Ladenfront mit vorbeilaufenden Personen.
Passanten gehen an einer Douglas-Filiale an der Düsseldorfer Königsallee vorbei. Foto: Federico Gambarini/dpa/Produktion

Düsseldorf (dpa) – Die Parfümeriekette Douglas gibt bei ihrem fast 900 Millionen Euro schweren Börsengang Aktien am unteren Ende der zuvor genannten Spanne aus. Knapp 32,7 Millionen Aktien würden zu jeweils 26 Euro platziert, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Hinzu kämen noch rund 1,5 Millionen bestehende Papiere, damit die Teilnehmer von Management-Equity-Programmen künftige Steuerverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Börsengang erfüllen könnten. Damit ergäbe sich den Angaben zufolge eine Marktkapitalisierung von 2,8 Milliarden Euro.

Vergangene Woche hatte Douglas die Angebotsspanne auf 26 bis 30 Euro festgelegt. Der erste Handelstag soll der 21. März sein. Mit dem Geld aus dem Gang aufs Börsenparkett wollen die Düsseldorfer vor allem die hohe Verschuldung senken.

Die Alteigentümer, der Finanzinvestor CVC und die Familie Kreke, bleiben auch nach dem Börsengang Hauptaktionäre und werden zunächst keine Aktien abgeben. Wie bereits bekannt, wurde für beide eine übliche Sperrfrist von 180 Kalendertagen ab dem ersten Handelstag vereinbart. CVC hält indirekt rund 54,4 Prozent, Familie Kreke indirekt rund 10,2 Prozent des Aktienkapitals.

Douglas sei für Anleger mit Blick auf Europa der einzige Weg, um rein auf den Kosmetik- und Parfüm-Einzelhandel zu setzen, schrieb Analyst William Woods von Bernstein Research jüngst in einer Studie. Gleichwohl blickt er vorsichtig auf das Unternehmen. Derzeit sei das Geschäft noch stark von Parfümen mit geringem Wachstum abhängig, doch baue Douglas das Angebot an Beauty-Kategorien aus und setze auch auf teurere Ware. Das dürfte das Wachstum antreiben. Die große Herausforderung sei aber die hohe Verschuldung, die wegen der Zinszahlungen auf den Gewinnen laste.

Mit dem Börsengang soll die Nettoverschuldung denn auch auf das 2,7-fache des um Sonderfaktoren bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen gesenkt werden, hatte es Anfang März vom Unternehmen geheißen. Finanzchef Mark Langer bezifferte damals das zum Börsengang angestrebte Verschuldungsniveau in absoluten Zahlen in einer Pressekonferenz auf etwa 2,1 Milliarden Euro. Zum Ende des ersten Geschäftsquartals zum Jahreswechsel lag die Verschuldung noch beim Vierfachen des operativen Ergebnisses.