Eine Einbürgerungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland und ein deutscher Reisepass liegen auf einem Tisch. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Im vergangenen Jahr wurden in Nordrhein-Westfalen 51.187 Menschen eingebürgert und erhielten damit die deutsche Staatsangehörigkeit. Das waren 25,4 Prozent mehr Einbürgerungen als ein Jahr zuvor (2022: 40.824), wie das Statistische Landesamt in Düsseldorf am Dienstag mitteilte. Damit habe die Zahl der Einbürgerungen im Jahr 2023 den höchsten Stand seit 2001 erreicht – damals seien es 60.566 gewesen.

Die meisten neu eingebürgerten Deutschen stammen aus Syrien. Immer mehr der zwischen 2014 und 2016 eingereisten syrischen Schutzsuchenden erfüllten die formellen Voraussetzungen für eine Einbürgerung, so das Landesamt. 2023 wurden in NRW 22.720 Syrer eingebürgert, deutlich mehr als 2022 (14.081). Der Anteil der Eingebürgerten mit bisher syrischer Staatsangehörigkeit an allen Eingebürgerten lag 2023 bei 44,4 Prozent.

Am zweithäufigsten wurden Personen mit bisher irakischer Staatsangehörigkeit eingebürgert (4012), auf Platz drei folgten Einbürgerungen von Türkinnen und Türken (3452).