Eon Finanzvorstand Marc Spieker steht bei der Bilanzpressekonferenz von Eon SE für das Jahr 2023 auf dem Podium. Foto: Henning Kaiser/dpa

Essen (dpa) – Der Energieversorger Eon hat zum Jahresstart an sein Vorjahresergebnis anknüpfen können. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag im ersten Quartal wie im Vorjahr bei rund 2,7 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss bewegte sich mit gut 1 Milliarde Euro ebenfalls auf Vorjahresniveau. Finanzchef Marc Spieker sprach am Mittwoch von einem robusten Start ins neue Geschäftsjahr. Der Dax-Konzern bestätigte seine Prognose für 2024. Demnach erwartet Eon im laufenden Jahr ein bereinigtes Ebitda in Höhe von 8,8 bis 9,0 Milliarden Euro und einen bereinigten Konzernüberschuss von 2,8 bis 3,0 Milliarden Euro.

Allein in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres investierte E.ON rund 1,3 Milliarden Euro in die europäische Energiewende. Das entspricht einem Plus von rund 25 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2023. Der Großteil der Investitionen, knapp eine Milliarde Euro, entfiel auf das Netzgeschäft. Dabei lag der Fokus auf Neuanschlüssen für Erneuerbare-Energien-Anlagen und auf der Modernisierung und Digitalisierung der Netzinfrastruktur.

Auch die für das Gesamtjahr 2024 geplanten Investitionen in Höhe von rund 7,2 Milliarden Euro wurden bestätigt. Von 2024 bis 2028 will Eon europaweit insgesamt 42 Milliarden Euro investieren. «Wir weiten unsere Investitionen in die nachhaltige Transformation der europäischen Energieinfrastruktur massiv aus», erklärte Spieker laut der Mitteilung. «Unsere Netze spielen dabei eine Schlüsselrolle und versprechen langfristiges grünes Wachstum in einem regulierten Umfeld.»

Eon ist nach eigenen Angaben einer der größten Verteilnetzbetreiber Europas mit rund 1,6 Millionen Kilometern Strom- und Gasleitungen in neun europäischen Ländern. In Deutschland ist das Unternehmen größter Verteilnetzbetreiber. Von den knapp 1,9 Millionen Kilometern Stromnetz betreibt Eon fast 700.000 Kilometer. Hinzu kommen 100.000 Kilometer Gasnetz.