Ina Brandes während einer Pressekonferenz in Düsseldorf. Foto: David Young/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Als erstes nordrhein-westfälisches Regierungsmitglied bei Tiktok hat Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU) gut zwei Wochen nach ihrem ersten Video eine gute Zwischenbilanz gezogen. Es koste sie «noch immer Überwindung mit Selfie-Stick ins Handy zu sprechen», so Brandes zur dpa. Sie sei aber überzeugt davon, «dass aktuell kein Weg an Tiktok vorbeiführt, wenn wir junge Menschen erreichen wollen.»

Die Ministerin hatte Mitte April ihr erstes Kurzvideo bei dem Sozialen Netzwerk hochgeladen und mit Ex-Fußballprofi Lars Ricken für die Teilnahme an der Europawahl geworben. Es folgten Tiktok-Videos unter anderem zum «Girls Day» und jüngst mit Brandes‘ Hündin Ella. 

«Wie wahrscheinlich jedem Politiker fällt es mir schwer, mich so kurzzufassen, wie es die Tiktok-Gemeinde gewöhnt ist», so Brandes: «Aber das positive Feedback etwa zum Girls Day motiviert, weiter dazuzulernen. Die große Herausforderung wird sein, die richtige Balance zu finden zwischen politischer Information und Inhalten, die der Algorithmus begünstigt.»

Als Beispiel für ein Video, das von Tiktok mutmaßlich besonders oft ausgespielt wird, nannte Brandes den Beitrag mit einem Film und Fotos ihrer Hündin. So was mache «vielen Leuten Spaß. Und meiner Ella auch.»

Tiktok ist eine rasant wachsende Plattform für Kurzvideos. Unter anderem, weil die Betreiber in China sitzen, ist das Soziale Netzwerk umstritten. Zuletzt hatte auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erste Videos bei Tiktok hochgeladen. Der Account «TeamBundeskanzler» hat binnen kürzester Zeit mehr als 211.000 Abonnenten gesammelt.