Das Logo der Galeria Kaufhof in Chemnitz. Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Essen (dpa) – Der Unternehmenssitz der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof soll ab Anfang 2025 von Essen nach Düsseldorf umziehen. «Der Umzug wird nicht in einem Rutsch passieren, sondern nach und nach im Laufe der ersten Jahreshälfte», sagte Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Die Verwaltung soll im Zuge der Sanierung in die Filiale Düsseldorf Schadowstraße verlegt werden. Galeria hat dort mehrere Etagen angemietet, eine soll nach Angaben von Denkhaus umgebaut werden.

Der geplante Auszug aus der Zentrale in Essen war zuletzt bereits angekündigt worden. Die Immobilie gehört einer Tochtergesellschaft der ebenfalls insolventen Signa-Gruppe des bisherigen Eigentümers René Benko. Insolvenzverwalter Denkhaus will Galeria mittelständischer ausrichten. In der Verwaltung gebe es teilweise aber «immer noch Konzernstrukturen», hatte er zuletzt erklärt. Etwa die Hälfte der dort bisher rund 900 Arbeitsplätze soll deshalb wegfallen.

Am Wochenende war bekannt gegeben worden, dass 16 der 92 Filialen schließen müssen. Neuer Eigentümer soll ein Konsortium aus der US-Investmentgesellschaft NRDC und der Beteiligungsfirma BB Kapital SA des Unternehmers Bernd Beetz werden. Die Übernahme kommt jedoch nur zustande, wenn die Gläubigerversammlung den Insolvenzplan am 28. Mai annimmt und dieser anschließend vom Gericht erneut bestätigt wird. Bis Ende Juli will Denkhaus das Unternehmen an die neuen Eigner übergeben. Galeria hatte Anfang Januar einen Insolvenzantrag gestellt. Es ist die dritte Insolvenz innerhalb von dreieinhalb Jahren.