Die Stadt Gelsenkirchen ist zufrieden mit der EM.
Die Stadt Gelsenkirchen ist zufrieden mit der EM. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Gelsenkirchen (dpa/lnw) – Trotz anfänglicher Transportprobleme und Kritik ausländischer Fußball-Fans hat die Stadt Gelsenkirchen nach dem vierten und letzten EM-Spiel in der Stadt eine positive Bilanz gezogen. «Wir haben ein tolles Turnier auf die Beine gestellt und uns als Gelsenkirchen so präsentiert, wie wir sind – weltoffen, herzlich und gastfreundlich», sagte Oberbürgermeisterin Karin Welge. 


«Viele Kolleginnen und Kollegen von Stadt, Polizei, Feuerwehr und den Verkehrsbetrieben haben nicht nur sprichwörtlich rund um die Uhr gearbeitet und alles dafür getan, um den Gästen aus Europa und der Welt ein unvergessliches Fußballfest zu bereiten», betonte die Oberbürgermeisterin und lobte auch den Einsatz vieler tausender Freiwilliger. 

Probleme rasch erkannt und gegengesteuert

Die Startschwierigkeiten rund um das Auftaktspiel habe man schnell in den Griff bekommen. «Selbstverständlich kann bei einem solchen Großereignis nicht von Beginn an alles glatt laufen. Aber wir haben die Probleme rasch erkannt und sofort gegengesteuert», sagte Welge. So hätte man noch mehr Züge, Bahnen und Busse eingesetzt. Über 100.000 Fahrgäste seien insgesamt an den Spieltagen befördert worden. 

Nach dem ersten EM-Spiel zwischen Serbien und England hatten zahlreiche Fans die An- und Abreise mit langen Wartezeiten kritisiert. Zudem betitelten Fans die Stadt in den sozialen Medien als «Geisterstadt» oder «Drecksloch».

Polizei: Tolles Fußball-Fest

Die Polizei zog indes ein positives Fazit. «Es war über weite Strecken ein friedliches und tolles Fußball-Fest an den Spieltagen in unserer Stadt», sagte Gelsenkirchens leitender Polizeidirektor Peter Both. Vor der ersten Partie war es in der Stadt zu einer Auseinandersetzung zwischen serbischen und englischen Fans gekommen. 

Neben dem Auftaktspiel trafen in weiteren Vorrundenbegegnungen in Gelsenkirchen Spanien und Titelverteidiger Italien sowie Portugal und Georgien aufeinander. In einem Achtelfinale standen sich dann erneut England und die Slowakei gegenüber.