Ein Junge kauert sich in der Ecke seines Zimmers am Fußboden sitzend zusammen.
Ein Junge kauert sich in der Ecke seines Zimmers am Fußboden sitzend zusammen. Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Wuppertal/Düsseldorf (dpa/lnw) – Mit Hilfe einer bundesweiten Öffentlichkeitsfahndung an Schulen sind Ermittler einem Vater aus Wuppertal auf die Spur gekommen, der seine Tochter schwer sexuell missbraucht und die Fotos davon ins Internet gestellt haben soll. Laut gemeinsamer Mitteilung von Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, Bundeskriminalamt und Landeskriminalamt in Nordrhein-Westfalen von Montag wurde der 37 Jahre alte Tatverdächtige am 8. März festgenommen.

Der Hinweis auf die in Deutschland erstellten Missbrauchsbilder kam aus Großbritannien. Zu sehen war ein unbekanntes Mädchen. Da die Ermittlungen der Polizei ohne Ergebnis blieben, leitete die hessische Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität, kurz ZIT, eine bundesweite Öffentlichkeitsfahndung an Schulen ein. Dabei wurden Lehrkräften nicht-pornografische Lichtbilder des etwa zwölf Jahre alten Mädchens gezeigt. Laut Mitteilung mit Erfolg. Von der Leitung einer Schule in Wuppertal konnte das Kind demnach eindeutig identifiziert werden.

Bei der Durchsuchung der Wohnung fanden die Ermittler Computer und Datenträger. Ein Haftrichter schickte den Mann am 9. März in Untersuchungshaft. Das Kind wurde in Obhut genommen.