Auf der Brandmauer eines Wohnhauses ist der Schriftzug «Zwangsräumungen verhindern» zu sehen. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Zahl der Zwangsräumungen von Wohnungen in Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. Das geht aus einer Antwort von Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im NRW-Landtag hervor, die der «Rheinischen Post» (Samstag) vorliegt. Demnach wurden 2023 genau 8998 Wohnungen geräumt. Das waren 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die meisten Räumungen gab es demnach im Oberlandesbezirk Hamm (4386), gefolgt vom Bezirk Düsseldorf (2917) und von Köln (1695). «Eine Aufschlüsselung nach Kommunen ist nicht möglich», schreibt Limbach. Dazu müssten die Daten von rund 1000 Gerichtsvollziehern einzeln ausgewertet werden. Gleiches gelte für die Frage nach dem Grund der Räumungen, hieß es.