Die Tastatur eines Laptops spiegelt sich auf dem Bildschirm des Computers. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Kleve (dpa) – Nach einem bundesweiten Internetbetrug sitzt ein 25-jähriger Mann aus Brandenburg seit Anfang März in Untersuchungshaft. In seiner Wohnung im Großraum Berlin wurden laut Angaben der Polizei in Kleve von Mittwoch Bargeld, Goldbarren, teure Uhren und hochwertige Sammelkarten sichergestellt. Auch fanden die Ermittler 25 Mobiltelefone, mit denen der Beschuldigte mit fiktiven Namen und Rufnummern angerufen und sich als Bankmitarbeiter ausgegeben haben soll. Er hatte gegenüber den Opfern Sicherheitsprobleme beim Online-Banking vorgetäuscht und die Bankdaten mit sogenannten Phishingmails ausgespäht.

Ausgelöst wurden die Ermittlungen, nachdem ein Unternehmer aus dem Kreis Kleve am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen um eine sechsstellige Summe geschädigt wurde. Dabei führte eine Spur in den Großraum Berlin. Zusammen mit der Polizei in Brandenburg erfolgte der Zugriff durch Beamte einer Spezialeinheit. Die Ermittlungen auch gegen weitere Tatverdächtige sind laut Mitteilung noch nicht abgeschlossen.