Kölns Geschäftsführer Philipp Türoff. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Köln (dpa) – Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln führt mit einigen Profis Gespräche über den Abkauf von Ausstiegsklauseln. Die Rheinländer dürfen wegen der diesen Sommer noch geltenden FIFA-Transfersperre keine neuen Spieler holen. Der kaufmännische Geschäftsführer Philipp Türoff sagte der «Kölnischen Rundschau» (Samstag) über die Gespräche: «Da wir im Sommer von außen nicht ergänzen können, ist es klar, dass die Spieler mit Ausstiegsklausel unsere ersten Ansprechpartner sind. Da spielt Geld eine Rolle, das ist klar. Aber nicht nur.»

Dem Fußball-Zweitligisten droht der Weggang der besten Spieler. Abwehrchef Jeff Chabot (VfB Stuttgart) hat den Anfang gemacht. Die Gespräche über den Ablauf der Klauseln seien nicht erst nach der Saison geführt worden, sagte Türoff. «Aber jetzt ist der Moment da, wo diese Klauseln mit völlig unterschiedlichen Zeitfenstern vertraglich aktiv sind. Da sind wir mit Hochdruck dran.»

Nach der Verpflichtung von Jaka Cuber Potocnik wurde den Kölnern von dessen Club Olimpija Ljubljana vorgeworfen, dass sie das Talent zum Wechsel angestiftet hätten. Die FIFA verurteilte den FC zu einer Transfersperre. «Ich bedauere zutiefst, dass ich als Teil der Geschäftsführung an der Verpflichtung des Spielers mit all seinen Folgen beteiligt war», sagte Türoff, der seinen Job wenige Wochen vor dem Transfer im Januar 2022 angetreten hatte.

Der 48-Jährige soll wohl in Köln bleiben. Wie der «Kölner Stadt-Anzeiger» am Freitag berichtete, sei sein Vertrag verlängert bis Ende Juni 2026 verlängert worden. Die Entscheidung habe bereits den Gemeinsamen Ausschuss passiert, der Maßnahmen von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung für die Profiabteilung zustimmen muss.