Elektroauto wird an Ladestation aufgeladen.
Ein Elektrofahrzeug wird an einer Ladesäule aufgeladen. Foto: Marcus Brandt/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Beim Ausbau der Ladesäulen für Elektrofahrzeuge legt die schwarz-grüne Landesregierung in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf Mehrfamilienhäuser. Ab sofort könnten wieder Förderanträge für Ladepunkte gestellt werden, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Das Land stelle dafür mehr als 23 Millionen Euro zur Verfügung. Gut 100.000 Ladepunkte in Ein- und Mehrfamilienhäusern seien durch die Förderprogramme des Landes bereits ermöglicht worden. Bis 2030 soll die Zahl auf 1,5 Millionen wachsen.

Häufig seien hohe Investitionen notwendig, um an Parkplätzen von Mehrfamilienhäusern die umfangreichen Vorinstallationen zu schaffen, hieß es weiter. Deshalb fördere das Land ab sofort neben den Ladepunkten auch den Aufbau der Grundinstallation mit bis zu 50.000 Euro. «Unser Ziel ist es, dass alle Menschen künftig ihr Elektroauto einfach und bequem laden können und das überall», sagte Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne).

Bei Mehrfamilienhäusern beträgt die Förderung der Ladeinfrastruktur 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis maximal 1000 Euro je Ladepunkt. Die Einrichtung der Grundinstallation auf Parkplätzen mit mindestens 20 Stellplätzen wird mit 20 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis maximal 50.000 Euro unterstützt.

Auch bei Arbeitgebern wird die Förderung für Ladepunkte ausgeweitet. Sie können nun auch externe Dienstleister damit beauftragen. Bis 2030 soll es nach Angaben des Ministeriums rund 550.000 Ladepunkte für Beschäftigte in NRW geben. Fortgesetzt werde auch die Förderung für öffentliche Normalladepunkte sowie für die Anschaffung von Nutzfahrzeugen mit Batterieelektro- und Brennstoffzellenantrieb in Kommunen.

Im vergangenen Jahr seien Vorhaben für emissionsarme Mobilität mit einem Volumen von fast 81 Millionen Euro bewilligt worden. Darunter waren Förderungen für etwa 13.100 neue Ladepunkte, von denen 1900 öffentlich zugänglich sind. Zudem unterstützte das Land die Beschaffung von etwa 1400 Fahrzeugen, die mit Batterie oder einer Brennstoffzelle angetrieben werden, und den Kauf von rund 2100 Lastenfahrrädern.

Anfang Dezember lag die Zahl der in NRW zugelassenen batterieelektrischen Autos bei 300.000. Bis Ende 2024 rechnet das Ministerium mit einem Anstieg auf etwa 400.000.