Bunte Wand mit verschiedenen Wanderschuhen Sohlen.
Gummistiefel hängen in einer Kindertageseinrichtung an einer Wand. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Krefeld (dpa/lnw) – Sechs Menschen mit Behinderung haben in Krefeld einen Lehrgang begonnen, der sie auf eine Assistenztätigkeit in Kindertagesstätten vorbereitet. Die Ausbildung in Zusammenarbeit mit der IHK Mittlerer Niederrhein dauere rund ein Jahr und kombiniere Theorie etwa zu Hygiene, Ernährung und Bedürfnissen von Kleinkindern und praktische Mitarbeit in Kitas, sagte der Geschäftsführer des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Krefeld – Kreis Viersen, Michael Weber. Über den Lehrgang hatten zunächst die «Rheinische Post» und der WDR berichtet.

Das Angebot sei auch eine Reaktion auf die «Hilferufe wegen Personalmangels in den Kitas», sagte Weber. Menschen mit Behinderung könnten so einen kleinen Beitrag zur Entlastung der Fachkräfte leisten. Am Ende des Lehrgangs stehe ein Zertifikat, das auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Anerkennung finde. Ähnliche Lehrgänge für Einsätze in Altenheimen würden geprüft. Im HPZ arbeiten Menschen mit Behinderung etwa in einer Fahrradwerkstatt, in der Garten- und Landschaftspflege oder in einer Schreinerei. Es gibt daneben aber bereits jetzt sogenannte betriebsintegrierte Arbeitsplätze in verschiedenen Branchen außerhalb der Werkstatt.