Leerer Krankenhausflur mit Krankenbett und Schildern.
Krankenbetten stehen in einem Gang in einem Krankenhaus. Foto: Lukas Barth/dpa/Symbolbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Bei gut jedem fünften Sterbefall in Nordrhein-Westfalen ist zuletzt Krebs die Todesursache gewesen. Im Jahr 2022 lag der Anteil bei 22,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Düsseldorf zu den jüngsten Zahlen mitteilte. Insgesamt starben damals 51 653 Menschen – 27.450 Männer und 24.203 Frauen – an den Folgen einer bösartigen Krebserkrankung. Das waren 786 mehr als im Jahr 2021.

Der Anteil von Krebserkrankungen an den Todesursachen sinkt aber weiter. Zehn Jahre zuvor hatte er noch bei 26,5 Prozent und ein Jahr zuvor bei 23,1 Prozent aller Todesfälle im bevölkerungsreichsten Bundesland gelegen. Das durchschnittliche Sterbealter der an einer Krebserkrankung Verstorbenen lag 2022 mit 75,1 Jahren um 4,4 Jahre niedriger als das aller Verstorbenen (79,5 Jahre) und um 1,6 Jahre höher als zehn Jahre zuvor (2012: 73,5 Jahre).

Die häufigste Krebsart, an denen Menschen in NRW 2022 starben, ist laut der Statistik nach wie vor eine Erkrankung der Verdauungsorgane (Männer: 30,6 Prozent, Frauen: 27,8 Prozent). Lungenkrebs oder andere Krebserkrankungen der Atmungsorgane oder im Brustkorb stehen weiter an zweiter Stelle (25,7 Prozent der Männer und 20,1 Prozent der Frauen). Die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache war bei Männern eine bösartige Neubildung der Genitalorgane (12,4 Prozent), bei Frauen Brustkrebs (17 Prozent).