Ein Motorradfahrer fährt bei Vossenack durch eine Serpentine mit aufgemalten Kreisen auf der Fahrbahn. Foto: Oliver Berg/dpa

Hürtgenwald (dpa/lnw) – Ein Test für mehr Fahrsicherheit auf der bei Motorradfahrern beliebten «Panoramastraße»in der Eifel hat eine ermutigende Tendenz ergeben. «Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Fahrlinien als auch die Geschwindigkeiten von Motorradfahrenden positiv beeinflusst werden konnten», teilte der Kreis Düren in einer Zwischenbilanz mit. Bei dem Modellversuch leiten Markierungen auf der Fahrbahn Motorradfahrer durch die Kurven. Schauplatz der Erprobung ist die von Serpentinen geprägte L218 zwischen Hürtgenwald und Nideggen im Kreis Düren.

Der Kreis testet dort seit Mai 2023 zusammen mit der RWTH Aachen, dem Landesbetrieb Straßen NRW und der örtlichen Polizei eine neue Fahrbahnmarkierung für eine bessere Kurvenfahrt von Bikern. Dabei sind entlang der Mittellinie Kreise auf die Fahrbahn aufgemalt. Die Markierung soll verhindern, dass Motorradfahrer in Kurven mit Kopf und Oberkörper auf die Gegenfahrbahn kommen.

Nach Angaben des Kreises gab es in dem Bereich 2023 zunächst drei leichte Unfälle. Nach einer Anpassung der Markierungen habe es aber keine weiteren Vorfälle gegeben. In den Jahren 2020 und 2021 wurden dort jeweils sechs Unfälle gezählt.

Anonymisiert wurden auch Fahrlinie und Tempo der Motorräder untersucht. Dabei sei herausgekommen, dass mit der neuen Markierung 85 Prozent der Fahrer im sicheren Bereich unterwegs waren. Das waren doppelt so viele als zuvor. Auch die Geschwindigkeitsüberschreitungen in den Kurven seien zurückgegangen, erklärte der Kreis Düren. Der Versuch soll ein Jahr dauern.