Ein Logo hängt am Gebäude der Agentur für Arbeit. Foto: Oliver Berg/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Zahl der Arbeitslosen in Nordrhein-Westfalen ist im April im Vergleich zum März um knapp 2700 auf rund 743.100 Menschen gestiegen. Die Arbeitslosenquote liege weiterhin bei 7,5 Prozent, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Düsseldorf mit. Ein Jahr zuvor hatte die Quote 7,2 Prozent betragen. Die Bundesagentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 15. April vorlag.

Die für viele Unternehmen angespannte konjunkturelle Situation mache sich am Arbeitsmarkt bemerkbar, sagte Behördenchef Roland Schüßler. Je nach Region war die Arbeitslosigkeit unterschiedlich stark: Die Quote im Münsterland lag bei 4,9 Prozent und das Ruhrgebiet bei 10,1 Prozent. Die anderen Regionen lagen innerhalb dieser Prozent-Spanne.

Fachkräfte haben auf Jobsuche deutlich bessere Karten, wie die Statistik zeigt: Bei Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung oder einem abgeschlossenen Studium lag die Arbeitslosenquote nur bei 3,4 Prozent. Unter den Helfern – also Ungelernten – ist hingegen circa jeder Vierte arbeitslos.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten steigt derweil weiter. Sie lag in NRW im Februar bei 7,322 Millionen und damit 0,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. So viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte hat es in NRW im Monat Februar noch nie gegeben. Daten für März und April lagen noch nicht vor.

Zehn Jahre zuvor hatten in dem bevölkerungsreichsten Bundesland fast 1,1 Millionen Menschen weniger eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Grund für den Anstieg ist der Arbeitsagentur zufolge der Zuzug von ausländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Die Zahl der Beschäftigten mit deutschem Pass sank hingegen leicht, dies wegen des demografischen Wandels – der Anteil der Rentner steigt und der Anteil der Arbeitnehmer an der deutschen Bevölkerung sinkt.