Fußballspiel durch Tor-Netz betrachtet.
Kinder spielen auf einem Sportplatz Fußball. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archiv

Düsseldorf (dpa/lnw) – Nordrhein-Westfalen will mehr junge Menschen als Übungsleiter für Sportvereine gewinnen. Dafür sollen Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Sport an den 18 Sportschulen des Landes leichter den Übungsleiter-C-Schein erlangen können. Einen entsprechenden Antrag stellten am Mittwoch die Regierungsfraktionen von CDU und Grünen im Landtag. Außerdem soll gemeinsam mit Sportverbänden geprüft werden, ob Lerninhalte aus den Sport-Kursen auch für den Übungsleiter-Lehrgang außerhalb der Schule anerkannt werden können.

In den rund 18.000 Sportvereinen in NRW treiben fast fünf Millionen Menschen Sport. Davon arbeiten rund 8000 als Übungsleiter sowie als Trainer mit Lizenz für den Breiten- und Leistungssport. Die NRW-Sportschulen bieten Sport als Abiturfach als Grund – und Leistungskurs an.

«Das ist eine Maßnahme gegen den Trainerinnen- und Trainerschwund in den Vereinen», sagte die Grünen-Abgeordnete Hedwig Tarner. Jugendliche würden damit früh in die Nachwuchsarbeit der Sportvereine eingebunden und für den Trainer-Job begeistert. Gerade bei der Betreuung im Offenen Ganztag seien viele Vereine unterstützend dabei. Insgesamt sei es eine «Win-win-Situation» für Schüler und Vereine.

Während die SPD-Opposition den schwarz-grünen Antrag als folgenlos kritisierte, begrüßte die FDP die Initiative und sprach sich dafür aus, grundsätzlich an weiterführenden Schulen den Sport-Lehrplan und die Übungsleiter-Ausbildung zu verzahnen.