
Köln (dpa/lnw) – Auch 36 Jahre nach dem Mord an einem jungen Bundeswehrsoldaten in einer Kölner Kaserne geben die Ermittler die Suche nach dem Täter nicht auf. Heute starten sie eine großangelegte DNA-Untersuchung.
Die Ermittlungsgruppe «Cold Cases» der Kölner Polizei hat rund 50 ehemalige Angehörige der Kaserne zur Abgabe einer Speichelprobe eingeladen. Sie könnten die Probe heute oder am Montag freiwillig abgeben und so bei der Aufklärung des Falls unterstützen. «Ziel ist es, die Spurenlage neu zu bewerten und einzuordnen», sagte Leiter Markus Weber.
Mehr als 100 Hinweise nach TV-Sendung
Die Ermittler hatten den Fall neu aufgerollt und ihn Ende März in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY… ungelöst» vorgestellt. Danach seien mehr als 100 Hinweise eingegangen, sagte ein Polizeisprecher. Es habe aber bislang keiner zum Täter geführt.
Am 24. Juni 1989 war der 20 Jahre alte Soldat Norbert S. tot im Wachraum der damaligen Kaserne in Köln-Ossendorf gefunden worden. Die Leiche wies zahlreiche Stichverletzungen auf.
Außer dem Opfer hatte in der Tatnacht nur einer seiner Kameraden Dienst in der Unterkunft, alle anderen waren über das Wochenende nach Hause gefahren. Möglicherweise gelangte der Mörder durch eine offene Kellertür in das Gebäude.
