Blick auf verbogene Hinweisschilder nach der Flutkatastrophe in Schleiden im Ortsteil Gemünd.
Blick auf verbogene Hinweisschilder nach der Flutkatastrophe in Schleiden im Ortsteil Gemünd. Foto: David Young/dpa/Archivbild

Düsseldorf (dpa/lnw) – Bei staatlichen Hilfen für Privathaushalte und die Wohnungswirtschaft nach der Flutkatastrophe 2021 sind bislang 210 Betrugsverdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen identifiziert worden. Das geht aus einem Bericht von NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) an den Fachausschuss des Düsseldorfer Landtags hervor. Dabei gehe es um ein Gesamtvolumen von 9,4 Millionen Euro.

84 dieser Fälle seien an die zuständigen Staatsanwaltschaften abgegeben worden. Die anderen Fälle seien noch in Prüfung, sagte der Staatssekretär des NRW-Kommunalministeriums, Daniel Sieveke (CDU), am Freitag im Ausschuss. Bei Betrugsverdachtsfällen erfolgt bis zur Klärung des Sachverhalts keine Auszahlung aus dem Wiederaufbaufonds.

Seit dem Jahrhunderthochwasser sind dem Bericht zufolge bislang rund 2,7 Milliarden Euro an Wiederaufbauhilfen für Kommunen, Unternehmen und Privatleute bewilligt worden. Bei der Flut waren allein in NRW 49 Menschen gestorben. Zehntausende Menschen waren betroffen. Bund und Länder stellten für den Wiederaufbau insgesamt rund 12,3 Milliarden Euro allein für NRW bereit. Der Starkregen und das Hochwasser am 14./15. Juli 2021 waren die größte Naturkatastrophe in der Geschichte Nordrhein-Westfalens.