Schild "Landgericht" mit Polizeipräsenz im Hintergrund.
Blick auf ein Schild «Landgericht» in Bielefeld. Foto: Friso Gentsch/dpa

Bielefeld (dpa/lnw) – Vor dem Landgericht Bielefeld beginnt am Dienstag (14.00 Uhr) ein Prozess gegen einen 24-Jährigen, der mutmaßlich ein Hintermann bei Trickbetrügereien mit zumeist älteren Opfern gewesen sein soll. Die Anklage wirft dem 24-Jährigen gewerbsmäßigen bandenmäßigen Betrug.

Dabei geht es um die Masche, über ein Callcenter aus der Türkei Opfer in Deutschland anzurufen und sich dabei als Polizist auszugeben. Die Angerufenen werden dabei mit erfundenen Geschichten unter Druck gesetzt und übergeben dann an falsche Polizeibeamte Bargeld oder Schmuck.

In den jetzt angeklagten zehn Fällen erbeuteten sogenannte Abholer 219.000 Euro Bargeld und Schmuck im Wert von 78.000 Euro. Ihre Opfer hatte die Bande zwischen August 2022 und Januar 2023 in Bielefeld, Bad Lippspringe, Bad Salzuflen, Espelkamp, Hille, Porta Westfalica, Erwitte und Fürstenau gefunden. Der jetzt angeklagte Hintermann soll die Abholer gesteuert haben. Er war bei seiner Einreise aus der Türkei am Flughafen in den Niederlanden festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden. Er hat in der Bundesrepublik keinen festen Wohnsitz.