Bei dem Auswärtsspiel von Hansa Rostock beim SC Paderborn wurden zahlreiche Polizisten und Ordnungskräfte verletzt.
Bei dem Auswärtsspiel von Hansa Rostock beim SC Paderborn wurden zahlreiche Polizisten und Ordnungskräfte verletzt. Foto: David Inderlied/dpa

Paderborn/Rostock (dpa/mv) – Im Zusammenhang mit den gewaltsamen Ausschreitungen beim Fußball-Zweitligaspiel zwischen dem SC Paderborn und Hansa Rostock fahndet die Polizei nun mit Bildern nach einem noch unbekannten Tatverdächtigen. Die Aufnahmen zeigen eine Person, die unter anderem im Verdacht stehen soll, mit Gegenständen auf Polizeibeamte geworfen zu haben, wie die Polizei in Rostock mitteilte. Die Person soll zudem Drehkreuze im Eingangsbereich zerstört haben.


Während der Ausschreitungen im Dezember 2023 wurden demnach 24 Polizeibeamte sowie 13 Ordnungskräfte verletzt. Eine Polizistin musste mit einer Schnittwunde im Krankenhaus behandelt werden. Hinzu kamen Sachbeschädigungen an Einsatzwagen sowie im und am Stadion in Paderborn. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung. Die Kriminalpolizei ermittelt unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs.

Die Anhänger der Rostocker hatten damals bei dem 0:3 für folgenreiche Randale gesorgt. Sie zündeten Pyrotechnik, bewarfen Polizisten mit Gegenständen, zerlegten Getränke- und Imbissbuden und Toiletten. Die Partie war zweimal unterbrochen worden. Hansa Rostock stieg in der vergangenen Saison aus der 2. Liga ab.