Schalkes ehemaliger Sportdirektor Rouven Schröder schaut wenig trügerisch.
Schalkes ehemaliger Sportdirektor Rouven Schröder schaut wenig trügerisch. Foto: Tim Rehbein/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa/Archivbild

Leipzig (dpa) – Der Wechsel von Sportdirektor Rouven Schröder zu RB Leipzig steht kurz vor dem Abschluss. «Ich gehe davon aus, dass der Wechsel in den kommenden Tagen vollzogen wird», sagte Schalke-Sportvorstand Peter Knäbel am Sonntag beim Pay-TV-Sender Sky. «Ich kann bestätigen, dass wir ein Angebot bekommen haben», erklärte Knäbel und fügte an, dass dieses passe.

Wie die «Sport Bild» berichtete, soll der 47-Jährige zum 1. März seinen Dienst beim deutschen Pokalsieger bereits antreten. Dem Vernehmen nach zahlt RB 500.000 Euro Ablöse an den FC Schalke 04, wo Schröder noch bis 2024 unter Vertrag stand. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur müssen nur noch Details geklärt werden.

Beim Liga-Rivalen hatte sich Schröder Ende Oktober auf eigenen Wunsch von seinem Posten zurückgezogen. Schon damals gab es Spekulationen, er würde bald beim sächsischen Fußball-Bundesligisten als Sportdirektor anheuern, nachdem der Posten seit Sommer 2021 mit dem Weggang von Markus Krösche zu Eintracht Frankfurt vakant war. Da RB im Oktober die Trennung von Kaderplaner Christopher Vivell bekannt gab, der dann zum FC Chelsea ging, sah der neue Sport-Geschäftsführer Max Eberl Handlungsbedarf.

Eberl hatte die Spekulationen über einen Wechsel von Schröder ins Management der Sachsen zu keiner Zeit dementiert – im Gegenteil. «Rouven ist ein sehr, sehr guter Freund von mir», sagte Eberl zuletzt. Zudem hatte er mehrmals betont, «dass das Team relativ schmal ist, was den sportlichen Bereich betrifft».

Schröder galt schon lange als Wunschlösung der Sachsen. Schon im vergangenen Oktober wurde sein Name am Leipziger Cottaweg genannt. «Ein absoluter Fachmann, das kann ich bestätigen», sagte RB-Cheftrainer Marco Rose im Herbst und betonte: «Ein guter Typ».