Schiedsrichter im Fußballspiel zeigt Richtung an.
Kölns Trainer Timo Schultz gestikuliert an der Seitenlinie. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Köln/Algorfa (dpa/lnw) – Trainer Timo Schultz steht auch im Falle eines möglichen Abstiegs in die zweite Fußball-Bundesliga einer Zukunft beim 1. FC Köln offen gegenüber. «Unabhängig von der Liga kann ich mir vorstellen, weit über den Sommer hinaus hier tätig zu sein. Ich habe vor, länger hier zu sein», sagte der 46-Jährige dem «Kicker». Schultz‘ Vertrag würde im Abstiegsfall nach dieser Spielzeit enden. Trainer hätten immer das Ziel, etwas aufzubauen. «Das würde beim FC total gut passen, weil die Mannschaft auf der einen Seite schon zusammengewachsen ist und auf der anderen Seite Spieler da sind, die sich mit dem Club identifizieren und entwickeln werden.»

Christian Streich, der im Sommer nach zwölfeinhalb Jahren sein Amt niederlegt und der mit dem SC Freiburg nach dem Abstieg in der Saison 2014/15 den Weg in die zweite Liga antrat, sei für ihn ein «absolutes Vorbild». Es zeichne einen Verein aus, solche Phasen so zu überstehen. «Das ist eine Geschichte, die eigentlich im Fußball heute undenkbar geworden ist. Ich bin gespannt, ob das an einem Standort wie Köln auch so möglich wäre wie in Freiburg.»

Schultz, der zuvor beim FC Basel und beim FC St. Pauli an der Seitenlinie gestanden hatte, übernahm am 4. Januar für Steffen Baumgart (inzwischen beim HSV) das Traineramt in Köln. Nach 26 Spieltagen belegt er mit den Rheinländern Rang 17, einen Punkt hinter dem 1. FSV Mainz 05 auf dem Relegationsplatz. Der erste direkte Nichtabstiegsrang ist bereits sieben Zähler entfernt.