Bundesentwicklungsministeriin Svenja Schulze (SPD) sieht in der Entwicklungszusammenarbeit einen wichtigen Baustein.
Bundesentwicklungsministeriin Svenja Schulze (SPD) sieht in der Entwicklungszusammenarbeit einen wichtigen Baustein. Foto: Michael Kappeler/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) – Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) wirbt mit Blick auf den Wiederaufbau für mehr kommunale Partnerschaften mit ukrainischen Städten auch in NRW. «Unsere zivile Unterstützung für die Ukraine ist mindestens genauso wichtig wie die militärische», sagte die SPD-Politikerin in Düsseldorf. In NRW gebe es bereits einige erfolgreiche Städte- und Regionalpartnerschaften mit der Ukraine.


«Die Ukraine wird mit dem Weg in die EU hinein einfach ein interessanter Markt auch für deutsche Unternehmen sein und deswegen nutze ich auch heute wieder die Gelegenheit, noch mal dafür zu werben, dass wir noch weitere solche Partnerschaften auf den Weg bringen», sagte Schulze. Es gebe noch über tausend ukrainische Kommunen ohne Partner, die sich eine Partnerschaft wünschen.

Unmittelbarer und direkter Austausch

«Auf einer kommunalen Ebene wird sehr genau gesehen, welche Dinge gebraucht werden. Und der Austausch kommunal ist eben ein unmittelbarer und direkter», begründete Schulze die Notwendigkeit regionaler Partnerschaften zwischen deutschen und ukrainischen Städten.

Durch diese Art der Zusammenarbeit helfe man etwa die Energieinfrastruktur sowie die Gesundheitsversorgung wieder aufzubauen. Zudem unterstütze man Unternehmen dabei, weiter in der Ukraine produzieren zu können sowie bei der Fachkräfteausbildung. Kommunale Partnerschaften seien daher enorm wichtig, sagte Schulze.

Entwicklungszusammenarbeit wirtschaftspolitischer Türöffner

Grundsätzlich sei Entwicklungszusammenarbeit die Basis für Wohlstand und Frieden. «Die Entwicklungspolitik ist ein wirtschaftspolitischer Türöffner. Wir stehen international in einem Wettbewerb um Rohstoffe. Wenn wir diejenigen sind, die unseren Partnern faire Angebote machen, dann können wir auch im Wettbewerb um diese Rohstoffe und Einflusssphären in dieser Welt bestehen», sagte Schulze.

Zuletzt hatte es immer wieder Kritik an Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit gegeben. In die Schlagzeilen geriet etwa ein durch Deutschland finanzierter Bau von unter anderem Radwegen in Peru.