Bahnübergang mit Warnsignalen und Andreaskreuz.
Flatterband vor einem Andreaskreuz weist auf den Unfall an der Bahnstrecke in Recklinghausen hin. Foto: Christoph Reichwein/dpa/Archivbild

Recklinghausen (dpa/lnw) – Ein Jahr, nachdem ein Güterzug in Recklinghausen zwei Kinder erfasst hatte, kann der damals lebensgefährlich verletzte Junge einem Medienbericht zufolge wieder ein weitgehend normales Leben führen. 2023 sei ein schweres Jahr für ihn gewesen, vor allem trauere er um seinen Freund, sagte der Zehnjährige in der «Aktuellen Stunde» im WDR. Der damals Neunjährige hatte schwerste Verletzungen erlitten und war mehrfach operiert worden. Sein ein Jahr älterer Freund war an der Unfallstelle ums Leben gekommen. Der Fall hatte bundesweit großes Entsetzen ausgelöst.

Die Polizei hatte den Fall wenige Monate nach dem Unfall abgeschlossen. Ermittlungen gegen den Lokführer waren nicht aufgenommen worden. Es habe nie Anhaltspunkte für eine Straftat gegeben, hieß es im Mai. Die Kinder hatten an den Bahngleisen spielen wollen. An welcher Stelle genau sich das Unglück ereignet hatte, war zunächst unklar, stundenlang war an der Bahnstrecke fieberhaft nach den Grundschülern gesucht worden. Auch Innenminister Herbert Reul (CDU) war an die Unfallstelle gekommen.

Dem WDR zufolge hatte der Junge auch Verletzungen im Gehirn, konnte anfangs nicht sprechen, es grenze an ein Wunder, wie er sich in den Alltag zurückgekämpft habe. Der Sender hatte den Jungen und seinen Vater an der Unfallstelle getroffen.