Am Landgericht Münster ist ein 23-Jähriger zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Foto: David Inderlied/dpa/Archivbild

Münster (dpa/lnw) – Neun Monate nach einer lebensgefährlichen Messerattacke auf dem Schützenfest in Heiden (Kreis Borken) ist ein 23-Jähriger zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Schwurgericht Münster befand ihn des versuchten Totschlags schuldig. Mit dem Strafmaß folgten die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte hatte die Tat bis zuletzt bestritten. Noch in seinem letzten Wort vor der Urteilsbegründung hatte er einen seiner damaligen Begleiter als möglichen Täter ins Gespräch gebracht. Die Richter halten den 23-jährigen Deutschen dagegen aufgrund mehrerer Zeugenaussagen eindeutig für überführt.

In den frühen Morgenstunden des 13. August 2023 sollen der Angeklagte und mehrere Begleiter vor dem Festzelt auf einen ihnen unbekannten Mann getroffen sein. Nach einem kurzen Streitgespräch kam es zu einer Schlägerei, in deren Verlauf der 23-Jährige schließlich nach Überzeugung der Richter mehrmals zugestochen hat.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.