Uerdingens Präsident und umstrittener Investor Michail Ponomarew. Foto: Guido Kirchner/dpa

Krefeld (dpa) – Gegen den früheren Präsidenten des KFC Uerdingen, Michail Ponomarew, ist wegen Beihilfe zur Untreue in zwei Fällen ein Strafbefehl über eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verhängt worden. Ponomarew legte dagegen Einspruch ein. Wie das Amtsgericht Krefeld am Donnerstag mitteilte, soll nun ein Termin zur Hauptverhandlung bestimmt werden.

Ponomarew werden zwischen Januar 2019 und Dezember 2020 konkret zwei Taten zur Last gelegt, durch die dem KFC ein Schaden von knapp 100.000 Euro entstanden sein soll. Demnach sei ein Leasingvertrag für einen Mercedes-Benz S400, der Ponomarew zur Verfügung gestellt worden sein soll, abgeschlossen worden. Die Raten dafür sowie die KFZ-Versicherung und Werkstattkosten sollen von einem Geschäftskonto bezahlt worden sein. Da Ponomarew aber kein Geschäftsführer beim KFC war, stand ihm ein Fahrzeug auf Clubkosten gar nicht zu.

Das Amtsgericht ermittelt in der Angelegenheit auch gegen zwei damalige Geschäftsführer der Krefelder. Der Schaden soll sich hierbei auf 67 589,19 Euro belaufen. Zudem soll einer der Geschäftsführer von einem Vereinskonto 30.000 Euro in bar abgehoben und Ponomarew übergeben haben.

Der KFC war nach dem Ausstieg Ponomarews Anfang 2021 in die Insolvenz gegangen. Der Verein spielt inzwischen in der Oberliga Niederrhein und ist nur noch fünftklassig.