Gladbachs Florian Neuhaus jubelt nach dem verwandelten Elfmeter zum 2:2. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Bremen (dpa) – Mit seinem verwandelten Elfmeter in der Nachspielzeit hat Florian Neuhaus Borussia Mönchengladbach einen ganz wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga gerettet. Von Trainer Gerardo Seoane gab es nach dem 2:2 bei Werder Bremen am Samstag dennoch nicht nur Lob für den Ex-Nationalspieler.

Denn eigentlich war Neuhaus (27) gar nicht als Schütze vorgesehen. «Er hat sich nicht an die Vorgaben gehalten. Die Verantwortlichen haben sich clever verhalten, um nicht einen Disput auf dem Platz anzufangen», sagte Seoane mit Blick auf Julian Weigl und Tomas Cvancara, die normalerweise bei der Borussia für die Elfmeter zuständig sind. «Für Flo finde ich es positiv, dass er ihn reingemacht hat. Wenn nicht, wäre es ein bisschen ungemütlich für ihn geworden», sagte Seoane.

Die Beziehung zwischen Neuhaus und dem Gladbacher Trainer ist zuletzt deutlich abgekühlt. In den vergangenen drei Partien war der Mittelfeldspieler – obwohl im Kader – gar nicht zum Einsatz gekommen. In Bremen wurde er erst nach dem 1:2 in der 70. Minute eingewechselt. Zuletzt hatte es deshalb Spekulationen über einen Wechsel von Neuhaus im Sommer gegeben, obwohl der Offensivspieler noch einen Vertrag bis Sommer 2027 am Niederrhein besitzt.

Neuhaus wollte über seine Situation in Gladbach nach der Partie nicht reden. «Es geht jetzt nur darum, den Verein Borussia Mönchengladbach in der Liga zu halten», sagte Neuhaus, der mit seinem Treffer der Borussia auf dem Weg dorthin sehr geholfen hat.