Karnevalsfeier mit Kostümen und Rednerin.
Komiker Abdelkarim (r), hört der Rede der Weseler Bürgermeisterin Ulrike Westkamp zu. Foto: Henning Kaiser/dpa

Wesel (dpa/lnw) – Trotz seines öffentlichen Gestichels gegen Wesel trägt der Comedian Abdelkarim seit Sonntag den Eselorden der Stadt am Niederrhein. Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp überreichte dem 42-jährigen Kabarettisten am Sonntag den jecken Orden bei einer Karnevalsveranstaltung. Die Auszeichnung, die sich am Weseler Symboltier orientiert, wird für humorvolle «Eseleien» oder an Persönlichkeiten verliehen, die die Kreisstadt deutschlandweit bekannt gemacht haben.

Abdelkarim, der selbst im nahegelegenen Duisburg wohnt, hatte im vergangenen Jahr in einer TV-Show über einen Besuch in der Kreisstadt erzählt: «Ich war in Wesel. Wer das nicht kennt, das ist so eine kleine Straße, die glaubt, die ist’ne Stadt», hatte er gesagt. Danach folgte eine Anekdote, nach der ein kleiner Junge ihn in Wesel mit dem «Räuber Hotzenplotz» aus dem Kinderbuch verwechselt habe.

Der unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Abdelkarim ist nicht der erste Kabarettist, der den seit 1972 verliehenen Preis erhält. Vorgänger waren etwa Hanns Dieter Hüsch (1992) und Dieter Nuhr (2004) sowie im vergangenen Jahr Fritz Eckenga.