Feuerwehrleute arbeiten an einem Unfallort auf der A1 nach einem Unfall mit mehreren Lastwagen. Foto: Michael Neumann/dpa

Unna/Bochum (dpa/lnw) – Nach dem Lkw-Auffahrunfall mit einem Schwerverletzten auf der A1 im östlichen Ruhrgebiet muss die Fahrbahn großflächig saniert werden. Die Autobahn GmbH Westfalen ging am Dienstagvormittag davon aus, dass die Vollsperrung der Fahrtrichtung Köln bei Unna noch bis zum frühen Mittwochmorgen gegen 4 Uhr andauern wird.

Grund für die Sanierung seien Betriebsstoffe – vermutlich eine Mischung aus Öl und Diesel – die nach dem Unfall in die Fahrbahn gesickert seien und so mehr als 1000 Quadratmeter der Fahrbahndecke beschädigt hätten, sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH Westfalen in Bochum. Der neu aufgebrachte Fahrbahnbelag müsse zunächst auch noch trocknen.

Der Verkehr soll bis zur Freigabe der A1 am Kamener Kreuz abgeleitet werden. Sollten Teile der Fahrrichtung Köln bereits vor 4 Uhr freigegeben werden, wolle die Autobahn GmbH Westfalen auf ihrem «X»-Account (ehemals Twitter) @Autobahn_Westf darüber informieren.

Nach Polizeiangaben waren an dem Unfall am Montagvormittag drei Lkw beteiligt. Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Fahrer eines Sattelzuges den zäh fließenden Verkehr an einem Stauende übersehen haben. Der Sattelzug fuhr den Angaben zufolge auf einen anderen Sattelzug auf, der wiederum auf einen leeren Tanklastzug aufgeschoben wurde. Alle Fahrzeuge wurden durch die Wucht des Aufpralls ineinander verkeilt. Auf dem mittleren Sattelzug befand sich eine 20-Tonnen-Walze.

Einer der Lkw-Fahrer wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt und per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Ein anderer Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt. Der Fahrer des Tanklastzuges blieb unverletzt.