Leverkusens Florian Wirtz küsst die Meisterschale. Foto: Marius Becker/dpa

Dublin (dpa) – Bayer Leverkusen kann mit Nationalspieler Florian Wirtz in das Europa-League-Finale am Mittwoch in Dublin gegen Atalanta Bergamo (21.00 Uhr/RTL) gehen – und voraussichtlich auch von Anfang an. «Er wird topfit sein», sagte Sportchef Simon Rolfes am Dienstag vor dem Abflug nach Irland: «Und wir brauchen ihn auch. Er ist ein Unterschied-Spieler, der alle begeistert. Auch die neutralen Fans.» Somit sollte es vorbehaltlich eines Rückschlags auch keine Bedenken bezüglich der EM im eigenen Land geben.

Der 21 Jahre alte Wirtz, der gerade zum «Bundesliga-Spieler der Saison» gekürt wurde, hatte im Spiel bei Borussia Dortmund am 21. April einen Schlag auf den Oberschenkel abbekommen, der ihn seitdem sehr einschränkte. In zwei Liga-Spielen stand er mit Blick auf die beiden Finals am Mittwoch sowie am Samstag im DFB-Pokal gegen den 1. FC Kaiserslautern gar nicht im Kader. Am Samstag im letzten Liga-Spiel gegen den FC Augsburg wurde er in der 63. Minute eingewechselt.

«Es war gut, dass er erst ein bisschen Kraft sammeln konnte und am Samstag dann nochmal für eine halbe Stunde reingekommen ist», sagte Rolfes. Die Ehrung als Spieler des Jahres sei «großartig, gerade auch in seinem Alter ist das was ganz Besonderes. Und er hat es auch verdient durch die Leistungen, die er gebracht hat.»

In das Finale gegen Bergamo geht Bayer laut Rolfes «mit einer guten Mischung aus Anspannung und Lockerheit. Das wichtigste Ziel, die Meisterschale, haben wir erreicht. Jetzt können wir alles raushauen. Das Ziel ist, beide Finals zu gewinnen.» Es sei «eine skurrile, aber wunderschöne Situation, dass wir am Samstag mit der Überreichung der Meisterschale so einen besonderen Tag hatten. Und dann packen wir nun zwei Koffer, einer geht nach Dublin und einer nach Berlin.»