Ein Einsatzfahrzeug der Polizei. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Essen (dpa/lnw) – Ein von Familienangehörigen nicht geduldetes Treffen zwischen einer jungen Frau und einem jungen Mann soll Hintergrund für eine Auseinandersetzung mit vielen Beteiligten und zwei Verletzten in Essen sein. Zu dem Vorfall kam es nach Polizeiangaben am Donnerstagabend in einem Schnellrestaurant. Die Beamten prüfen, «ob Bezüge zur Clankriminalität» vorhanden seien, wie sie mitteilten.

Gegen 22.30 Uhr sei die Leitstelle der Polizei über eine Auseinandersetzung von etwa 40 Personen informiert worden, erklärten die Ermittler am Freitag. Die Rede war von Messern, Macheten und Mobiliar des Restaurants, das zum Einsatz gekommen sei.

Am Einsatzort hätten Polizisten dann einen 17 Jahre alten Tatverdächtigen angetroffen sowie rund 20 Personen, die sich am und im Restaurant befunden hätten. Drei weitere Tatverdächtige (23, 26 und 51 Jahre alt) seien nicht mehr angetroffen worden – sie seien aber namentlich bekannt. Zwei Männer im Alter von 24 und 26 Jahren seien leicht verletzt worden.

«Hintergrund der Auseinandersetzung soll ein Treffen einer 20-Jährigen (syrisch) mit dem verletzten 26-Jährigen im Restaurant gewesen sein, das von Familienangehörigen nicht geduldet wurde», hieß es im Bericht der Polizei. Auch die vier genannten Tatverdächtigen seien syrisch. Die Beamten suchten zunächst noch nach weiteren Zeugen. Die Polizei schaltete ein Hinweisportal und bat um Fotos oder Videos. Es bestehe die Möglichkeit, das Material auch anonym hochzuladen.

Der Begriff Clankriminalität ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund alleine aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert.