Ein Schild mit der Aufschrift "Angeklagter" wird auf die Gerichtsbank gestellt. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Köln (dpa/lnw) – Wegen eines versuchten heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen an seiner Ehefrau steht seit Freitag ein 52 Jahre alter Mann vor dem Kölner Landgericht. Er soll seiner Frau im August vergangenen Jahres frühmorgens auf einer Straße in Köln-Sürth aufgelauert und ihr mit zwei Küchenmessern lebensbedrohliche Stichverletzungen zugefügt haben. Hintergrund der Tat soll die «grundlose, stark ausgeprägte Eifersucht des Angeklagten» gewesen sein. Beim Prozessauftakt räumte der Angeklagte die Tat ein. Er sei jahrelang von seiner Frau gedemütigt und wie ein «Fußabtreter» behandelt worden, sagte er.

Laut Anklage hatte das spätere Opfer die Nacht zum 14. August 2023 wegen einer körperlichen Auseinandersetzung mit dem Angeklagten bei einer Bekannten verbracht. Dort soll der Angeklagte seiner Ehefrau, mit der er vier zum Teil bereits erwachsene Kinder hat, morgens aufgelauert haben, als sie zur Arbeit gehen wollte. Dann soll der Kirgise mit zwei Küchenmessern auf der Straße hinterrücks auf die Frau eingestochen haben. Sie erlitt acht tiefe Stichverletzungen am Rücken.

Durch die Hilfeschreie des Opfers wurde ein Nachbar aufmerksam. Dieser schlug mit einem Stück Holzlatte auf den Angeklagten ein und zog die Frau aus der Gefahrenzone. Anschließende Versuche des Angeklagten, weiter auf die Frau einzustechen, soll der Nachbar mit weiteren Latten-Schlägen vereitelt haben. Für den Prozess hat das Landgericht insgesamt 13 Verhandlungstage vorgesehen.