Besucher stehen nach der Eröffnung der Ruhrfestspiele vor dem Festspielhaus. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Recklinghausen (dpa/lnw ) – Mit dem traditionellen Kultur-Volksfest am Tag der Arbeit sind am Mittwoch bei Sonnenschein und frühsommerlichen Temperaturen die Recklinghäuser Festspiele eröffnet worden. Das Motto des vom DGB mitfinanzierten Theater- und Musikfestivals lautet in diesem Jahr «Vergnügen und Verlust». Man wolle auf die vielen Krisen auf der Welt aufmerksam machen, aber zugleich betonen, dass Freude und Vergnügen wesentlich für den Menschen seien, schrieb Intendant Olaf Kröck in einem Grußwort.

Zur Eröffnung gab es zahlreiche Auftritte mit insgesamt 200 Künstlern – unter anderem Patenschaftskonzerte der Neuen Philharmonie Westfalen und des Jugendsinfonierorchesters der Stadt Recklinghausen mit bekannten Klassik-Werken. Mehrere Zehntausend Menschen wurden erwartet. Im vergangenen Jahr waren es über den Tag verteilt 65.000.

Das mit einem 6,5-Millionen-Euro-Etat ausgestattete Festival zeigt vom 1. Mai bis zum 8. Juni 90 Produktionen in 220 Veranstaltungen. Zu sehen und hören ist ein breites Spektrum von «König Lear» bis zu Mahlers 7. Sinfonie sowie zahlreiche Kinder- und Jugendstücke.

Die erste große Inszenierung ist am 3. Mai die Deutschlandpremiere der Zirkusarbeit «The Pulse» mit Massenszenen von 24 Akrobaten plus Chor. Zuvor hält die Schriftstellerin und Übersetzerin Esther Kinsky die Eröffnungsrede. Der Vorverkauf laufe hervorragend, sagte Kröck am Mittwoch am Rande der Eröffnung.