Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei.
Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Augsburg (dpa) – Unternehmer aus der Sicherheitsbranche sollen Sozialversicherungsbeiträge für Mitarbeiter im Umfang von mehr als einer Million Euro hinterzogen haben. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat deswegen am Donnerstag in Bayern und Nordrhein-Westfalen in zwei Dutzend Fällen Durchsuchungen und die Beschlagnahmung von möglichen Beweismitteln veranlasst. Mehr als 150 Beamte der Hauptzollämter Augsburg und Krefeld, Zollfahnder aus München sowie Spezialkräfte des Zolls und der Polizei waren im Einsatz.

Vier der insgesamt elf Beschuldigten wurden festgenommen – zudem wurden Gold und Bargeld im Wert von 150.000 Euro beschlagnahmt. Den Verdächtigen aus dem Bewachungs- und Sicherheitsgewerbe wird vorgeworfen, fingierte Rechnungen erstellt zu haben, um so in den Betrieben Schwarzarbeit zu finanzieren und zu verdecken. Durch die Gründung von Servicefirmen soll verschleiert worden sein, dass Mitarbeiter beschäftigt worden sind, ohne die vorgeschriebenen Sozialabgaben zu zahlen.