Mann mit Fotokartenrahmen auf Karneval-Event.
Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen (CDU) Hendrik Wüst. Foto: Henning Kaiser/dpa

Köln (dpa/lnw) – NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zeigt Mut zur Selbstironie: Zur Aufzeichnung der ARD-Fernsehsitzung kam er am Freitagabend kostümiert als «Insta-Präsident». Er erschien mit einem großen Instagram-Rahmen bei der TV-Aufzeichnung im Kölner Festsaal Gürzenich. Seine Frau trug Fotos ihres Mannes. Wüst reagierte damit auf die immer wiederkehrende Kritik der Opposition im Landtag, dass der Regierungschef sich vor allem um Fotos von sich in Sozialen Medien wie Instagram sorge. Die SPD hatte ihm daher den Spitznamen «Insta-Präsident» verpasst.

Der Ministerpräsident sagte am Rande der TV-Sitzung: «Zum Insta-Präsidenten wurde ich zwar nicht gewählt, aber ja gewissermaßen von der SPD ernannt – und über diesen Titel habe ich mich so gefreut, dass mein Kostüm für dieses Jahr recht schnell klar war.» Was die Opposition als Kritik formuliert habe, empfinde er «in diesem Fall als Kompliment.» Moderne Kommunikation sei schließlich gerade für Politik zwingend. «Karneval wäre nicht halb so schön und fröhlich, wenn man nicht auch mal ein wenig über sich selbst lachen kann», so Wüst. «Ich bin gerne Insta-Präsident.»

Der WDR zeichnete die Kostümsitzung gleich zweimal auf: erst am Mittwochabend, dann am Freitagabend inklusive Wüst. Aus beiden Shows wird laut dem Sender dann die Sendung zusammengeschnitten, die traditionell am Rosenmontag (20.15 Uhr) in der ARD ausgestrahlt wird. Vor jeweils 1300 Gästen traten unter anderem die Kölner Bands Bläck Fööss, Brings und Kasalla sowie Bernd Stelter und Guido Cantz auf.