Feuerwehrfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht
Blaulicht ist während eines Pressetermin auf einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Stuttgart zu sehen. Foto: Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Kalkar (dpa/lnw) – Nach dem Brand mit zwei Toten vom Donnerstagabend in Kalkar ermittelt die Polizei gegen drei Männer wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Brandstiftung. Das teilten die zuständigen Polizeibehörden und die Staatsanwaltschaft Kleve am Freitag mit. Die Verdächtigen im Alter zwischen 19 und 21 Jahren seien nach den Vernehmungen auf freiem Fuß, sagte ein Sprecher. Es gebe keinen Hinweis auf Vorsatz.

Nach bisherigem Ermittlungsstand hätten die Beteiligten in der Dachgeschosswohnung eines Bekannten in Kalkar Benzin aus einem Kanister für einen Motorroller umgefüllt, hieß es in der Mitteilung. Dabei sei etwas Benzin ausgelaufen und auf den Boden geflossen. Als einer der Männer ein Feuerzeug angezündet habe, habe sich das Benzin-Luft-Gemisch entzündet.

Die Wohnung geriet in Brand; durch das Feuer wurden eine weitere Wohnung und durch die Löscharbeiten noch eine dritte Wohnung beschädigt. Der Wohnungsmieter selbst war zum Zeitpunkt des Brandes laut Polizei nicht zu Hause.

Die 19 und 21 Jahre alten Männer hätten sich rechtzeitig auf die Straße gerettet. Von einer 17-Jährigen und einem 18-Jährigen konnte die Feuerwehr nur die Leichen bergen. Ein Brandsachverständiger sei hinzugezogen worden, eine Mordkommission ermittele, hieß es in der Mitteilung. Zunächst hatten Antenne Niederrhein sowie die «Rheinische Post» über den Brand berichtet.