Fliegende Klassenzimmer: Grundschule mit Containern „erweitert“

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Die neuen "Klassenzimmer" wurden von Mitarbeitern der Firma Bolle aus Telgte mit einem Autokran in Position gehoben. Foto: Mathias Kehren

Velbert. An der Grundschule Nordstadt, Am Schwanefeld, sind jetzt elf Container aufgestellt worden. Ab dem kommenden Schuljahr sollen darin zwei neue Klassen unterrichtet werden.

Die Sommerferien bedeuten viel freie Zeit für Kinder in den Kitas und Schulen. Für die Beschäftigten des Fachbereichs Immobilienservice ist hingegen viel zu tun. Sie versuchen in den leeren Gebäude Baumaßnahmen umzusetzen, die den üblichen Betrieb sonst zu sehr stören würden.

So unter anderem auf dem Schulhof der Grundschule Nordstadt: Hier war diese Woche ein Autokran in Stellung gegangen, um Container von einem Sattelschlepper zu heben. Die zumindest zeitweilig „fliegenden“ Klassenzimmer wurden exakt nebeneinander auf dem Hof in Position gebracht. Später sollen sie noch zu zwei voll ausgestatteten Klassenzimmern verbunden werden.

„Die Räume entsprechen anschließend dem Schulbaustandard“, erläutert Marc Meyer vom Immobilienservice der Stadt, der das Projekt betreut. Fenster und Türen sind bereits in den Containern eingebaut, ebenso Heizungen, Schallschutz, und alle weiteren notwendigen Installationen.

Die zwei Klassenzimmer sind aber nur als Interimslösung gedacht, weil akut Platzmangel an den Velberter Grundschulen herrscht. Die Zwischenlösung ist zunächst auf fünf Jahre angelegt und kostet laut Meyer 388.000 Euro für den gesamten Zeitraum

Abhilfe soll der Neubau einer dreizügigen Grundschule an der Grünstraße schaffen. Hier, zwischen Christuskirche und Martin-Luther-Kingschule, ist schon die alte Turnhalle abgerissen worden. Auch dieses Projekt hat Meyer betreut. Laut seinen Informationen soll ab November der Bau der neuen Grundschule beginnen.