
Velbert. Vertreter der Stadt Velbert haben im Rahmen der Initiative „Gemeinsam für inklusive Kommunen“ der Special Olympics Nordrhein-Westfalen eine Selbstverpflichtung unterzeichnet. Damit positioniert sich Velbert als sogenannte „Fokuskommune“, die eine Vorbildrolle bei der Förderung von Teilhabe und Gleichberechtigung einnehmen will.
Mit ihrer Unterschrift bekräftigten Arne Händel von der Sportabteilung der Stadt Velbert und Jan Steinmetz vom Stadtsportbund Velbert ihr Engagement, Sportangebote konsequent inklusiv zu gestalten. Das Ziel: allen Bürgerinnen und Bürgern, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen, die aktive Teilnahme am Vereins- und Sportleben zu ermöglichen.
Bürgermeister Dirk Lukrafka betont: „Velbert lebt Vielfalt. Mit der Teilnahme an der Initiative der Special Olympics setzen wir ein klares Signal: Inklusion im Sport ist für uns kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinanders.“
„Rainbow Stars Soccer“: So funktioniert die Praxis der Inklusion
Wie dieses Engagement in der Praxis aussieht, zeigt Lars Glindemann, Teammanager der erfolgreichen Inklusionsmannschaft „Rainbow Stars Soccer“. Er legt großen Wert darauf, den Bedarf im Vorfeld genau zu klären, bevor er Vereine anspricht. Eigenhändig verteilte er 750 Fragebögen an Einrichtungen, darunter Werkstätten für Behinderte wie „ProMobil“.
Die Resonanz war groß: Rund 100 Anfragen kamen zurück. „Die Sportlerinnen und Sportler mit Einschränkungen wollen alles mögliche machen“, berichtet Glindemann. Von Tanzen über Schwimmen bis hin zu Fußball und Boxen war das Interesse breit gefächert. In Kooperation mit der Velberter Sportgemeinschaft könnte es bald ein Schwimmtraining geben. Auch bei den „Rainbow Stars Soccer“ selbst gibt es bereits 15 neue Interessenten. Positive Rückmeldungen erhält Glindemann zudem vom Velberter Boxclub, wo die Anfragen der Behindertensportler auf offene Ohren stoßen. Auch die Tischtennisabteilung von Union Velbert hat schon Interesse signalisiert.
„Es tut sich etwas in Velbert“, freut sich Glindemann. Zwei Jahre nach dem Auftritt Velberts als „Host Town“ der Special Olympics werde nun ein neues Kapitel aufgeschlagen, um den Sport für Menschen mit und ohne Behinderung wieder in den Fokus zu rücken.
Special Olympics spannt Netzwerk von „inklusiven Kommunen“
Die Initiative „Gemeinsam für inklusive Kommunen“ der Special Olympics schafft ein Netzwerk, in dem Kommunen gemeinsam daran arbeiten, Teilhabe und Gleichberechtigung im Alltag zu fördern. Als Fokuskommune nimmt Velbert dabei eine Vorbildrolle ein und trägt dazu bei, Inklusion langfristig und nachhaltig im städtischen Leben zu verankern.

