Bielefeld (dpa) – Mit einem historischen Sieg hat Preußen Münster die Abstiegszone in der 2. Fußball-Bundesliga hinter sich gelassen. Die Mannschaft von Trainer Alexander Ende gewann das brisante Westfalen-Derby bei Arminia Bielefeld nach zuvor vier Auswärtsniederlagen am Stück mit 2:1 (1:1) und kletterte mit dem ersten Sieg auf der Alm seit 60 Jahren an den Gastgebern vorbei auf den neunten Tabellenplatz.
Vor 26.750 Zuschauern in der Schüco Arena trafen Oliver Batista Meier (32. Minute) und der Bielefelder Leon Schneider mit einem Eigentor (89.) für die Gäste. Joel Grodowski (8./Foulelfmeter) erzielte den Führungstreffer für die Arminia.
Grodowski trifft an seinem Geburtstag gegen Ex-Club
Die von der Polizei als Hochrisikospiel eingestufte Partie der beiden etwa 60 Kilometer entfernten Clubs begann optimal für die Gastgeber. Nach einem Foul von Münsters Ersatz-Torhüter Morten Behrens, der den gesperrten Johannes Schenk vertrat, an Mael Corboz gab es einen Strafstoß für die Arminia. Der Ex-Münsteraner Grodowski verwandelte zum 1:0 an seinem 28. Geburtstag.
Inmitten der Bielefelder Überlegenheit fiel der Ausgleichstreffer fast aus dem Nichts. Batista Meier sprintete in einen schwachen Rückpass von Marius Wörl, umkurvte Arminias Torhüter und traf zum 1:1.
In der hitzigen Atmosphäre des ausverkauften Stadions auf der Alm hatten beide Teams in der insgesamt ausgeglichen Partie noch Chancen auf den Siegtreffer. Ein unglückliches Eigentor von Schneider bescherte den Gästen dann den zweiten Auswärtssieg der Saison.

