Am Wuppertaler Hauptbahnhof halten während der fünfmonatigen Bauphase überhaupt keine Fernzüge. (Archivbild)
Am Wuppertaler Hauptbahnhof halten während der fünfmonatigen Bauphase überhaupt keine Fernzüge. (Archivbild) Foto: Marcel Kusch/dpa

Köln/Wuppertal (dpa) – Nach der einwöchigen Sperrung der wichtigen Bahnstrecke zwischen Köln, Wuppertal und Hagen sollen die Züge bald wieder fahren – aber nur für kurze Zeit. Denn die ganz große Sperrung, die fünfmonatige Generalsanierung der wichtigen ICE-Strecke, steht unmittelbar bevor. Es ist das erste Mal, dass das neue Bahn-Konzept der umfassenden Generalsanierung auf einer Strecke in Nordrhein-Westfalen umgesetzt wird – mit weitreichenden Auswirken im Fern- und Nahverkehr.


Seit einer Woche hatte die Bahn Vorarbeiten an der Strecke ausgeführt und sie deshalb schon einmal für alle Züge gesperrt. Am Freitagabend (2.1./21.00 Uhr) will die Bahn den 65 Kilometer langen Abschnitt vorerst wieder freigeben. Aber nur für wenige Wochen.

Denn vom 6. Februar bis zum 10. Juli wird die 65 Kilometer lange Fern- und Regionalstrecke mehr als fünf Monate lang gesperrt. In dieser Zeit werden Gleise, Weichen und Brücken erneuert, Lärmschutzwände errichtet und Bahnhöfe modernisiert.

Eine der wichtigsten Verkehrsachsen in NRW

Die Strecke ist laut Bahn eine der wichtigsten Verkehrsachsen in Nordrhein-Westfalen. ICE, Regional- und Güterzüge sind dort in dichtem Takt unterwegs. Deshalb sei es wichtig, dass das Schienennetz leistungsfähiger werde. Dafür plant die Bahn mit Kosten von 800 Millionen Euro. Es ist das erste Mal, dass das neue Bahn-Konzept der umfassenden Generalsanierung bei einer Strecke in Nordrhein-Westfalen umgesetzt wird.

Ersatzbusse und Umleitungen

Während der Generalsanierung müssen Reisende in der Region erneut auf Busse umsteigen, Fernzüge werden weiträumig umgeleitet. ICE fahren während dieser Zeit nicht zwischen Köln, Wuppertal und Hagen. Stattdessen werden die Züge von Köln nach Berlin und Hamburg über Düsseldorf, Duisburg und das Ruhrgebiet umgeleitet. Dadurch dauert die Fahrt etwa 20 bis 40 Minuten länger. In Wuppertal und Solingen halten keine Fernzüge, in Hagen nur einige wenige. Auch IC-Verbindungen entfallen auf dem Abschnitt ganz.

 

Im Regionalverkehr sind dem Konzept der Bahn zufolge Züge auf etwa zehn Linien betroffen. Sie werden umgeleitet oder fallen auf Abschnitten ganz aus. Anstelle der Züge werden Ersatzbusse eingesetzt. Einige sollen wie S-Bahnen alle Bahnhöfe auf der Strecke abfahren. Laut Bahn sind aber auch Expressbusse im Einsatz, die etwa zwischen Wuppertal und Köln über die Autobahn fahren und nur die größten Stationen verbinden.

Die Fahrt mit dem Bus dauert allerdings um ein Vielfaches länger als mit dem Zug. So braucht man zum Beispiel von Wuppertal nach Köln gut eineinhalb Stunden statt wie sonst 34 Minuten mit dem Zug.

Um zu schauen, wie man trotz der Bauarbeiten an sein Ziel kommt, empfiehlt die Bahn die Online-Auskunft. Dort seien alle Änderungen bereits eingepflegt.