Der dänische Trainer Kasper Hjulmand macht sich Sorgen um Grönland. (Archivbild)
Der dänische Trainer Kasper Hjulmand macht sich Sorgen um Grönland. (Archivbild) Foto: Jan Woitas/dpa

Leverkusen (dpa) – Bayer Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand hat seine Beweggründe für seine Grönland-Aussagen erläutert. «Da geht es um grundsätzliche Menschenrechte und um Grundsätzliches im Leben allgemein», sagte der Däne, dessen Neujahrsgruß auf der Internet-Plattform LinkedIn von vielen als Kritik an US-Präsident Donald Trump verstanden wurde, den Hjulmand namentlich allerdings nicht erwähnt hatte. 


«Um eins klar zu sagen: Das hat nichts mit Politik zu tun. Ich war nie Politiker, das hat auch nichts mit links oder rechts zu tun», sagte Hjulmand, der mit der in Grönland aufgewachsenen Politikerin Maliina Abelsen liiert ist. 

Vor wenigen Tagen hatte ein Post von ihm für Aufsehen gesorgt. «In einer verrückten und sich rasant verändernden Welt sind für manche politische Führer Wissen, internationale Strukturen, Dialog und der Respekt vor kulturellen Unterschieden zum Feind geworden. Für Menschen wie sie ist die Welt ein Jagdrevier. Doch es gibt einen anderen Weg», hatte Hjulmand geschrieben und hinzugefügt: «Ich hoffe auf mehr Menschlichkeit, Empathie und Liebe. Mehr Wissen und Verständnis. Mehr zuhören. Meine wärmsten Gedanken gelten dem wunderbaren grönländischen Volk.»

«Will die Welt zu einem besseren Ort machen»

Er habe immer schon über den Tellerrand des Fußballs hinaus geschaut, sagte Hjulmand dazu nun. «Ob ich nun Trainer, Lehrer oder Arzt bin – ich will die Welt für die nachkommende Generation zu einem besseren Ort machen», sagte der 53-Jährige.

US-Präsident Trump hatte das zu Dänemark gehörende Grönland mehrfach als strategisch wichtig bezeichnet und mit einer möglichen Annexion gedroht. Nach der Intervention des US-Militärs in Venezuela sind die Ängste vieler Menschen gewachsen, dass Trump es mit seinen Drohungen zu Grönland ernst meinen könnte.