Ratingen | Wenn man Mitte Januar auf die vergangenen Wochen zurückblickt, bleibt vor allem eines hängen: Trotz vieler globaler und nationaler Herausforderungen sind das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel in Ratingen vergleichsweise ruhig, besonnen und menschlich verlaufen. Gerade in dieser Ruhe liegt eine Stärke – sie schafft Raum für Solidarität, für Mitgefühl und für die leisen Zeichen des Zusammenhalts, die oft mehr sagen als große Worte.
Ein solches Zeichen setzte in der Weihnachtszeit auch die ARAG in Ratingen. Unter der Leitung von Bernd Teege hat sich das Team der Versicherungsniederlassung bereits seit der Coronazeit bewusst gegen eine klassische Jahresabschlussfeier entschieden. Stattdessen wird das eingesparte Geld Jahr für Jahr in ein soziales Projekt vor Ort investiert – eine Entscheidung, die inzwischen zu einer festen Haltung geworden ist.
Auch im vergangenen Jahr blieb man diesem Weg treu. Kurz vor Weihnachten traf sich das Team auf dem Ratinger Weihnachtsmarkt, nicht für eine interne Feier, sondern für einen guten Zweck. Bei einem gemeinsamen Glühwein wurde Ingrid Bauer von der Ratinger Tafel ein Betrag von 500 Euro übergeben. Geld, das ursprünglich für eine Feier gedacht war – und nun direkt den Menschen zugutekommt, die in Ratingen auf Unterstützung angewiesen sind.
Wie sinnvoll und notwendig diese Spende gewesen sein dürfte, zeigt der Blick auf die ersten Wochen des neuen Jahres. Ungewöhnlich niedrige Temperaturen und anhaltender Schneefall haben den Winter deutlich spürbarer gemacht als in vielen Jahren zuvor. Besonders hart trifft dies jene, die ohnehin wenig haben: Menschen, die auf die Angebote der Tafel angewiesen sind, für die steigende Energiekosten, kalte Wohnungen oder fehlende Rücklagen keine abstrakten Begriffe sind, sondern tägliche Realität.
Gerade vor diesem Hintergrund entfaltet die Spende ihre ganze Bedeutung. Sie steht stellvertretend für ein Denken, das Verantwortung nicht delegiert, sondern übernimmt – lokal, konkret und ohne großes Aufheben. Bernd Teege und sein Team zeigen damit, dass unternehmerisches Handeln und soziales Engagement keine Gegensätze sind, sondern sich sinnvoll ergänzen können.
Der ruhige Jahreswechsel in Ratingen, verbunden mit solchen Gesten aus der Weihnachtszeit, sendet ein positives Signal: Gemeinschaft funktioniert dort am besten, wo Menschen bereit sind, füreinander einzustehen. Es sind diese Beispiele, die Hoffnung geben – nicht laut, nicht spektakulär, aber nachhaltig. Und vielleicht ist genau das die beste Grundlage für ein neues Jahr.

