Christof Jauernig ist mit einem Live-Programm und dem zughörigen Buch in der Velberter Bücherei zu Gast. Foto: Terelle

Velbert. Am Donnerstag, 29. Januar, ab 18:30 Uhr ist Christof Jauernig mit seinem neuen Liveprogramm in der Bibliothek Velbert zu Gast. Der Frankfurter Autor hat über 1.000 Menschen nach dem Sinn des Lebens gefragt – und bringt ihre Antworten nun auf die Bühne. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


“Eintausendmal Lebenssinn – Was uns antreibt” lautet der Titel des neuen Programms, für das Christof Jauernig über 1.000 Menschen in 66 Städten quer durch die Republik befragt und Antworten erhalten hat.

“Dafür zu sorgen, dass aus meinen Kindern gute Menschen werden und durch sie ein Teil von mir weiterlebt, wenn ich eines Tages nicht mehr bin”, antwortete beispielsweise ein Feuerwehrmann (45) aus Kamp-Lintfort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Ein Arzt aus Bensheim findet den Sinn in seinem Leben, “wenn ich jeden Tag spüre, dass ich lebendig bin”, und eine Schülerin (17) fühlt sich sinnerfüllt, wenn sie “etwas bewegen, andere und sich selbst glücklich machen kann”.

Über viele Monate hinweg hat Christof Jauernig Aussagen gesammelt und so einen beeindruckenden Fundus unterschiedlichster Sinnperspektiven angehäuft. Die Sammlung gab ihm den Impuls für sein Liveprogramm, das er als “multimedialer Erzähler” nun in Worten, Bildern und Musik präsentiert. Im Mittelpunkt steht die wohl bedeutendste Menschheitsfrage: Was ist eigentlich der Sinn des Lebens? Dabei soll der Vortrag keine allgemeingültigen Antworten liefern, vielmehr versucht Jauernig eine “poetische Annäherung an die Frage, was Menschen im Innersten trägt”. Er lädt sein Publikum ein, mit ihm auf Spurensuche zu gehen – mit zahlreichen echten Stimmen und einer Inszenierung, die Kopf und Herz gleichermaßen anspricht.

Die Idee, nach dem Sinn des Lebens zu suchen, kommt für Jauernig nicht von ungefähr. Er selbst geriet über viele Jahre als Analyst in einer Unternehmensberatung in eine tiefe persönliche Krise. Er zog einen Schlussstrich und begab sich auf eine sechsmonatige Reise durch Südostasien, die einen Wendepunkt für den heute 52-Jährigen darstellte. Sein neuer Beruf des “multimedialen Erzählers” war geboren. Es folgten “Eintausendmal Lebensglück” – als Buch und Bühnenabend – und nun, als nächste Etappe, das neue Projekt “Eintausendmal Lebenssinn”.

Jauernig verwebt gesprochene Worte, großformatige Projektionen und eigens komponierte sowie eingespielte Musik zu dichten szenischen Kompositionen. Die Zitate der Befragten erscheinen dabei direkt auf der Leinwand – eingebettet in einen dramaturgischen Bogen, der persönliche Erlebnisse, Bildsprache und musikalische Stimmungen miteinander verbindet. So möchte Jauernig den gesammelten Sinn der vielen Menschen – und die Erzählung seiner eigenen Sinnfindung – nicht erklären, sondern erlebbar machen.