Der tödliche Schuss fiel in einem unwegsamen Waldgebiet bei Warburg. (Symbolbild)
Der tödliche Schuss fiel in einem unwegsamen Waldgebiet bei Warburg. (Symbolbild) Foto: Robert Michael/dpa

Warburg (dpa/lnw) – Nach dem tödlichen mutmaßlichen Unfall bei einer Jagd bei Warburg (Kreis Höxter) sind die Ermittler weiter mit der Rekonstruktion der Schussabgabe befasst. Laut nun vorliegendem Obduktionsergebnis war am Freitagabend ein 23-Jähriger auf einem Hochsitz von einem Projektil in die Schulter tödlich verletzt worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen. Die näheren Umstände der Schussabgabe seien aber weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.


«Es gibt in dem Fall noch viele Fragezeichen», sagte die ermittelnde Staatsanwältin Kathrin Lohmeier. So stehe die förmliche Vernehmung der Beteiligten weiterhin aus. Gegen den mutmaßlichen 22-jährigen Schützen werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Wie genau es zu dem Unfall gekommen sei – welche Sichtverhältnisse herrschten, von wo genau geschossen wurde, aus welchem Schusswinkel und warum – sei aber noch unklar. Sachverständige sollen daher in die Ermittlungen einbezogen werden. «Von einer vorsätzlichen Tat ist nach derzeitigem Stand nicht auszugehen», sagte Lohmeier weiter.

Ersten Angaben der Ermittler zufolge war der Schuss von einem nahe gelegenen Hochsitz aus abgegeben worden, auf dem sich der 22-Jährige sowie zwei Begleiter befunden haben sollen. Ob die Beteiligten zum Zeitpunkt der Schussabgabe aber überhaupt auf dem mehr als 100 Meter entfernten Hochsitz waren, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Außerdem seien Nachtsichtgeräte sichergestellt worden. Ob sie zum Einsatz kamen und welche Sicht sich dadurch ergab, sei noch unklar, so die Staatsanwältin.