
Gelsenkirchen (dpa) – Gut zwei Wochen nach dem Millionen-Coup bei der Gelsenkirchener Sparkasse öffnet das Geldinstitut an diesem Donnerstag das Foyer mit dem Selbstbedienungsbereich der betroffenen Filiale. Kunden könnten dann wieder die Geldautomaten nutzen. Die Filiale selbst bleibe weiter geschlossen, teilte das Institut mit.
Auch der Bereich mit den Kundenschließfächern könne weiterhin nicht betreten werden. Grund seien die laufenden Ermittlungen der Polizei und die Schadens-Registrierung vor Ort.
Bei dem Einbruch Ende Dezember hatten die Täter mehrere Sicherheitssysteme überwunden und sich schließlich zielgerichtet mit einem 40 Zentimeter großen Loch direkt in den Tresorraum der Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen-Buer gebohrt.
3.100 Schließfächer ausgeräumt
Dort räumten sie rund 3.100 Kundenschließfächer aus. Wie den Einbrechern dies gelang, ohne den Einbruchalarm der Bank auszulösen, gilt als zentrale Frage bei den Ermittlungen.
Die Polizei hat inzwischen 230 Beamte nur für diesen Fall abgestellt, der als einer der größten Kriminalfälle in der Geschichte des Landes NRW gilt. Im Tresorraum und dem danebenliegenden Archivraum hätten nach der Tat etwa 500.000 Gegenstände auf dem Boden gelegen. Entdeckt wurde der Einbruch am 29. Dezember, nachdem die Brandmeldeanlage der Sparkasse zum zweiten Mal ausgelöst hatte.
