Krombacher hält Bierabsatz stabil. (Archivbild)
Krombacher hält Bierabsatz stabil. (Archivbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Kreuztal (dpa) – Die Großbrauerei Krombacher hat dank deutlicher Zuwächse bei alkoholfreien Bieren ihren Absatz 2025 entgegen den stark rückläufigen Branchentrend stabil gehalten. «Die Kaufbereitschaft für alkoholhaltige Getränke hat erneut deutlich abgenommen, die allgemeine Konsumstimmung ist nach wie vor gedämpft und auch die Gastronomie kämpft weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen», sagte Vertriebsdirektor Hendrik Kuhn.


Der Bierabsatz des Familienunternehmens aus dem Siegerland stieg leicht um 0,2 Prozent auf 5,95 Millionen Hektoliter. Beim alkoholhaltigen Stammprodukt Krombacher Pils steht ein Minus von 0,8 Prozent auf 4,11 Millionen Hektoliter, während einige alkoholfreie Varianten zulegten. Krombacher Weizen war mit minus 4,2 Prozent allerdings deutlich weniger als im Jahr zuvor gefragt. Den höchsten Bier- und Getränkeabsatz hatte Krombacher im Jahr 2018 erzielt.

Bereits seit vielen Jahren ist Krombacher in den Rankings des Getränkemarkt-Fachmagazins «Inside» die meistgetrunkene Biermarke in Deutschland. Die Privatbrauerei hatte den Großkunden für den Oktober 2025 eine Preiserhöhung sowohl für Bier als auch für die Bitterlimonade Schweppes angekündigt.

Die Preiserhöhungen machten sich beim Umsatz bemerkbar, der um 1,8 Prozent auf den Höchstwert von rund 962 Millionen Euro kletterte. Der Gesamtabsatz ging um 0,2 Prozent auf rund 7,56 Millionen Hektoliter zurück. Das lag an den Erfrischungsgetränken um die Marke Schweppes, die ein Wachstumsmotor waren und mit einem Absatzminus von 1,8 Prozent diesmal schwächelten. Rund 40 Prozent des Gesamtabsatzes der Gruppe entfällt auf alkoholfreie Getränke.

Einen Tag zuvor hatte Erzrivale Veltins von einem drastischen Rückgang beim Konsum von alkoholhaltigem Bier in Deutschland berichtet. Die Großbrauerei aus dem Hochsauerland schätzt den Rückgang im deutschen Biermarkt 2025 auf mehr als sechs Prozent und damit auf ein bisher nicht gekanntes Ausmaß. Dazu hätten mehrere Faktoren wie auch die spürbare Konsumkrise geführt.